BauWerk Architekten  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
   
   
   
   
 

Einfamilienhaus als Passivhaus am Tremoniabogen 7a in Dortmund

Das voll unterkellerte Einfamilienhaus, das zweite verwirklichte
Passivhaus der BauWerk-Architekten aus Dortmund, steht in einem kleinen
Baugebiet in der Dortmunder Innenstadt, auf der Rückseite des
Tremoniaparks. Das Haus wurde in konventioneller Bauart errichtet, also
gemauert. Das südausgerichtete Gebäude besitzt zum Garten hin großzügige
Fensteröffnungen, die durch außenliegende Raffstoreanlagen / Lamellen
beschattet werden können. Alle anderen Fenster haben einen Rollladen.
Ein Passivhaus zeichnet sich dadurch aus, dass es extrem wenig Energie
verbraucht, auf eine Heizung im herkömmlichen Sinne sogar verzichtet.
Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, gekoppelt mit einer
Solaranlage, hält die Temperatur des Innenraumes auf konstant 21 Grad.
In Spitzenzeiten, also wenn es draußen wirklich einmal längere Zeit sehr
kalt sein sollte, sorgt ein elektrischer Heizstab für Wärme und heißes
Wasser. beheizt wird das Haus über die Zufuhr vorgewärmter Frischluft,
bei Bedarf kann man eine Fußbodenheizung dazuschalten.

Oftmals genannte Bedenken, eine Lüftungsanlage und damit verbunden nicht
zu öffnende Fenster entsprechen nicht dem Wohnkomfort, den sich die
Menschen wünschen, entstehen durch die Verbreitung nicht vollständiger
Informationen. Sicherlich arbeitet eine Lüftungsanlage am effektivsten
bei geschlossenen Fenstern. Sie sorgt dafür, dass immer frische Luft
vorhanden ist. Gerüche und auch Staub gibt es quasi nicht. Eine
Lüftungsanlage mit den vielen Filtern ist sogar empfehlenswert für
Allergiker. Wer aber will, kann im Sommer, wenn es draußen warm ist und
die Solaranlage für warmes Wasser sorgt, die Lüftungsanlage ausstellen
und wie gewohnt alle Fenster öffnen.

Das Passivhaus am Tremoniabogen ist hochgedämmt. 30 cm Styropor sorgen
selbst an den Kellerwänden wie ein dicker Pullover dafür, dass so wenig
Wärme wie möglich entweichen kann. Die Fenster sind mit einer 3- fach
Verglasung und gedämmten Kunststoffrahmen ausgestattet. Im
konventionellen Holzdach sind insgesamt 43 cm Mineralwolle eingebaut.
Unter der Kellersohle liegen 25 cm hochbelastbare Styropordämmplatten.
Selbst die Haustür aus Holz ist hoch wärmedämmend. Genauso wichtig ist
eine absolute Luftdichtigkeit des Gebäudes, damit an keiner Stelle des
Hauses unkontrolliert Wärme entweichen kann. Diese Luftdichtigkeit
besorgt der Innenputz, der jede noch so kleine Fuge innen schließen
muss. Hier muss der Innenputzer sorgfältiger Arbeiten als sonst, eine
Kontrolle durch die Bauleitung ist absolut notwendig. Das gleiche gilt
für die Foie unter der Verkleidung der Dachfläche. Diese Dampfsperre
muss an jeder Wand absolut dicht angeklebt sein. Ein sogenannter
Blower-Door-Test nach Fertigstellung dieser Arbeiten zeigt dann die noch
vorhandenen Undichtigkeiten. Das Haus wird verschlossen und ein
Unterdruck wird erzeugt. Mit einem Räucherstäbchen wird nun jedes
Fenster, jede Raumecke und auch die Dachschräge geprüft. Zieht von
irgendwoher Luft ins Gebäude, glimmt die Glut auf. Hier kann dann sofort
nachgearbeitet werden. Bei unserem Passivhaus haben wir einen Wert von
0,31 erreicht. 0,4 wären ausreichend gewesen.

Ein Passivhaus kann genauso modern aussehen und ausgestattet sein, wie
ein herkömmliches neu geplantes Gebäude. Hier sind keine Grenzen
gesetzt. Im Tremoniabogen 7a haben die BauWerk-Architekten im
Erdgeschoss ein offenes Wohnkonzept für die Bereiche Wohnen- Essen-
Kochen entwickelt. Ein weiterer, aber abgeschlossener Raum, dient als
Gästezimmer. Außerdem befinden sich im Erdgeschoss ein großzügiges Gäste
WC mit ebenerdiger Dusche und eine große Garderobe. Die zweiläufige
gerade Treppe mit Zwischenpodest verbindet das Erdgeschoss mit dem
Keller - und dem Obergeschoss. Im Obergeschoss sind die Schlafräume der
Eltern und der Kinder angeordnet, ebenso ein großes Badezimmer für die
ganze Familie und ein zum Flur hin offener Raum, der als Bibliothek
genutzt werden soll, mit schönem Blick über den Garten. Dieser Raum
dient als Rückzugsbereich. Alle Räume in OG sind bis unter die Dachhaut
geöffnet und daher zum Teil bis 4,5 m hoch. Im Keller befinden sich zwei
weitere Wohnräume. Hier sind auch die Waschküche, der Technikraum und
ein großer Abstellraum untergebracht. Eine Abböschung über die gesamte
Hausbreite sorgt für ausreichend natürliches Licht für die Wohnräume im
Keller.

Die Baukosten für ein Passivhaus sind höher, als für ein "Standardhaus".
Sie liegen bei etwa 1.650,00 Euro / qm Wohn-und Nutzfläche. Hinzu kommen
sogenannte Baunebenkosten, für Hausanschlüsse, Ingenieure etc. Diese
Nebenkosten liegen bei etwa 20-25% der Baukosten. Allerdings sind die
monatlichen Fixkosten entsprechend niedrig. Energiekosten für Gas oder
ÖL fallen nicht an. Der Nutzer kann mit zusätzlichen 25 - 30 Euro
Stromkosten im Monat rechnen. Außerdem wird ein Passivhaus von der KFW
Bank mit sehr zinsgünstigen Darlehen gefördert. Auch andere
Fördermittel, wie zum Beispiel für die Solaranlage, können beantragt
werden. Unter ökologischen Gesichtspunkten betrachtet ist das Passivhaus
der einzig richtige Weg, den Umweltproblemen der heutigen Zeit wirksam
zu begegnen und den CO2 Ausstoß zu verringern.

Gerne beraten die BauWerk-Architekten interessierte Bauherren bezüglich
des Themas. Hierzu kann Kontakt mit Herr Röttger oder Herrn Schüring
aufgenommen werden. Auch Besichtigungen sind möglich.
www.bauwerk-architekten.de

Weitere Daten zum Haus am Tremoniabogen 7a:

Baubeginn: Mai 2009

Bauzeit: voraussichtlich 9,5 Monate

Wohnfläche: 203,14 qm
Nutzfläche Keller: 37,55 qm
Kubatur: 1240 cbm

Energiekennwert Heizwärme: 15 kWh(m²a)
Primärenergie-Kennwert: 23 kWh(m²a)

Konstruktion:
-Untersohlendämmung aus 25 cm XPS Hartschaumdämmung
-Außenwände aus Kalksandsteinmauerwerk 17,5 cm mit 30 cm EPS Dämmung,
WLG 032
-Zwischensparrendämmung 26 cm Mineralwolle + 20 cm Untersparrendämmung
-gedämmte Kunststofffenster mit 3-fachverglasung Ug=0,05, Uw<0,8

Technische Ausstattung:
-kontrollierte Be-und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Fa. Paul
Wärmetechnik
-Solaranlage 6,5 qm zur Unterstützung der Brauchwassererwärmung
-Fußbodenheizung

Informationen zum Passivhaus allgemein


Ein Passivhaus ist herkömmlich laut Definition des Passivhaus-Instituts
Darmstadt ein Gebäude, in dem fast ohne Heizverteilsystem im Winter und
ohne Klimaanlage im Sommer eine hohe Behaglichkeit erreicht werden kann.
Das Haus heizt und kühlt sich "passiv". Auf ein konventionelles
Heizverteilsystem kann bei Wohngebäuden meist sogar vollständig
verzichtet werden, weil die Wärmeverluste des Bauwerks durch eine
optimierte Gebäudehülle bis zu 80 - 90% minimiert werden.
Das Passivhaus ist die heutzutage energiesparendste Bauweise: Die
Energieeinsparung beim Heizen beträgt über 80 % gegenüber den gesetzlich
vorgeschriebenen Neubau-Standards (EnEV). Die Heizkosten betragen nur 10
bis 25 € pro Monat -- Energiepreiserhöhungen machen Passivhausbewohnern
nichts aus.

Der Heizwärmebedarf liegt im Passivhaus unter 15 kWh/(m2a) (bezogen auf
die Wohnfläche). Das entspricht in etwa einem Verbrauch von 1,5 Liter --
3 Liter an Heizöl je qm/Jahr.
Passivhäuser erreichen die enorme Energieeinsparung durch besonders
energieeffiziente Bauteile und durch Lüftungstechnik: An Komfort muss
nicht gespart werden, der Innenausbau eines Passivhaus entspricht dem
"normaler" Wohnhäuser.

Passivhaus Kriterien allgemein
Hochgedämmte Gebäudehülle, U < 0,15 W/(m²K) (Fassade, Dach, Sohle)
Vermeidung von Wärmebrücken, minimierte Durchdringungen der Hülle
Kompakter Baukörper (gutes A/V Verhältnis= Verhältnis der
Außenwandfläche zu Volumen) . Passive Solarenergienutzung durch Südorientierung und
Verschattungsfreiheit . Superverglasung und Superfensterrahmen, Uw < 0,8 W/(m²K); g-Wert um 50% . Luftdichtheit der Gebäudehülle n50 < 0,6/ . Wärmerückgewinnung aus der Abluft . Trinkwassererwärmung durch z.B. Solarkollektoren oder Wärmepumpe . Passive Luftvorerwärmung durch z.B. Erdwärmetauscher.

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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