BauWerk Architekten  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 
 

Freistehendes Einfamilienhaus als Passivhaus
Tremoniabogen 11
44137 Dortmund

Baubeginn:
28.04.2008

Bauzeit:
10 Monate

Fertigstellung: 04.03.2009
Wohnfläche: 161,57 qm
Nutzfläche: 65,43 qm
Kubatur: 929,37 cbm

Energiekennwert Heizwärme: 15 kWh(m²a)
Primärenergie-Kennwert: 25 kWh(m²a)

Konstruktion:
-Untersohlendämmung aus 43 cm Misapor Glasschaumschüttung +10 cm XPS Hart- schaumdämmung
-Außenwände aus Kalksandsteinmauerwerk 17,5 cm mit 30 cm EPS Dämmung
-Zwischensparrendämmung 26 cm Mineralwolle + 18 cm Untersparrendämmung
-Holzfenster mit 3-fachverglasung Ug=0,05, Uw<0,8

Technische Ausstattung:
-kontrollierte Be-und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Fa. Paul Wärmetechnik
-Wärmepumpe Luft-Luft mit Erdkollektor 99 m, Fa. Paul Wärmetechnik
-Solaranlage 6 qm zur Unterstützung der Brauchwassererwärmung
-Fußbodenheizung in ausgewählten Räumen


Das Einfamiliehaus steht in einem kleinen Baugebiet in der Dortmunder Innenstadt. Das südausgerichtete Gebäude besitzt zum Garten hin großzügige Fensteröffnungen, die durch außenliegende Raffstoreanlagen beschattet werden können.

Ein 2-geschossiger Luftraum über dem Eingangsbereich verleiht dem Besucher einen Eindruck von Größe. Das Erdgeschoss weist ein offenes Wohnkonzept für die Bereiche Wohnen- Essen- Kochen auf. Ein weiterer, aber abgeschlossener Raum, dient als Gästezimmer. Außerdem befinden sich im Erdgeschoss der Technikraum, ein WC und die Garderobe. Eine einläufige gerade Treppe verbindet das Erdgeschoss mit dem Obergeschoss. Hier sind die Schlafräume der Eltern und der Kinder angeordnet, ebenso ein großes Badezimmer für die ganze Familie, ein kleinerer Raum, das von den Bewohnern bezeichnete Refugium, dient als Rückzugsbereich. Von hier aus kann man auch über eine steile Treppe den Dachboden erreichen, der als zusätzlicher Stauraum genutzt wird. Die Kinderzimmer sind bis unter die Dachhaut geöffnet, über ebensolche steile Treppen aus Holz sind kleine Emporen zu erklimmen. Hierhin kann das Kind sich zurückziehen, kuscheln, lesen oder einfach mal abschalten.


Informationen zum Passivhaus allgemein


Ein Passivhaus ist herkömmlich laut Definition des Passivhaus-Instituts Darmstadt ein Gebäude, in dem fast ohne Heizverteilsystem im Winter und ohne Klimaanlage im Sommer eine hohe Behaglichkeit erreicht werden kann. Das Haus heizt und kühlt sich „passiv“. Auf ein konventionelles Heizverteilsystem kann bei Wohngebäuden meist sogar vollständig verzichtet werden, weil die Wärmeverluste des Bauwerks durch eine optimierte Gebäudehülle bis zu 80 - 90% minimiert werden.
Das Passivhaus ist die heutzutage energiesparendste Bauweise: Die Energieeinsparung beim Heizen beträgt über 80 % gegenüber den gesetzlich vorgeschriebenen Neubau-Standards (EnEV). Die Heizkosten betragen nur 10 bis 25 € pro Monat – Energiepreiserhöhungen machen Passivhausbewohnern nichts aus.

Der Heizwärmebedarf liegt im Passivhaus unter 15 kWh/(m2a) (bezogen auf die Wohnfläche). Das entspricht in etwa einem Verbrauch von 1,5 Liter – 3 Liter an Heizöl je qm/Jahr.
Passivhäuser erreichen die enorme Energieeinsparung durch besonders energieeffiziente Bauteile und durch Lüftungstechnik: An Komfort muss nicht gespart werden, der Innenausbau eines Passivhaus entspricht dem „normaler“ Wohnhäuser.

Passivhaus Kriterien allgemein
• Hochgedämmte Gebäudehülle, U < 0,15 W/(m²K) (Fassade, Dach, Sohle)
• Vermeidung von Wärmebrücken, minimierte Durchdringungen der Hülle
• Kompakter Baukörper (gutes A/V Verhältnis= Verhältnis der Außenwandfläche zu Volumen)
• Passive Solarenergienutzung durch Südorientierung und Verschattungsfreiheit
• Superverglasung und Superfensterrahmen, Uw < 0,8 W/(m²K); g-Wert um 50%
• Luftdichtheit der Gebäudehülle n50 < 0,6/h
• Wärmerückgewinnung aus der Abluft
• Trinkwassererwärmung durch z.B. Solarkollektoren oder Wärmepumpe
• Passive Luftvorerwärmung durch z.B. Erdwärmetauscher

Weitergehende allgemeine Informationen über das Passivhaus finden Sie auf der Internetseite des Passivhausinstituts des Herrn Dr. Feist www.passiv.de

 

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